Übersicht Lehrgang ´Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt´

Ausbildung gemäß den Vorgaben des Mediationsgesetzes und
gemäß den Vorgaben des Bundesverband Mediation e.V.


Dauer

Abschluss
Ort

Anerkennung
Termine und Kurszeiten

Voraussetzungen
Kosten

Anmeldung
ReferentInnen

Informationsabend
Curriculum



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Dauer

Beginn der Ausbildung: Oktober 2012

Ende der Ausbildung: Juni 2014


Stundenzahl insgesamt: 211 Stunden *

 
11 Module x 15 Zeitstunden Seminar (= 157,5 Zeitstunden) und
5 Tage x 6,7 Zeitstunden Supervision (= 33,5 Zeitstunden)

Ebenfalls erforderlich sind zusätzlich 20 Stunden dokumentierte Intervision
(über die Dauer der Ausbildung verteilte Peergruppen-Arbeit).

(* Eine Zeitstunde entspricht 60 Minuten. Für die Anerkennung beim Bundesverband Mediation e.V. [BM] sind 200 Zeitstunden erforderlich.
In den europäischen Richtlinien für Mediation sind mindestens 200 Zeitstunden vorgeschrieben.)

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Ort

Die Ausbildung findet in München - Ortsteil Obermenzing - im ASZ Obermenzing, Packenreiterstraße 48, 81247 München statt.
Gut zu erreichen, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln - nur wenige Gehminuten von der S-Bahn-Haltestelle Obermenzing entfernt.

Der helle und freundliche Unterrichtsraum (über 120 qm) wird durch einen Gruppenraum (40 qm) ergänzt. Somit steht ausreichend Platz für Gruppenarbeiten und praktische Übungen zur Verfügung.

Klicken Sie bitte hier für eine detailierte Wegbeschreibung oder suchen Sie hier auf den Seiten des MVV nach Ihrer besten Verbindung.

 

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Termine und Kurszeiten

Modul 1: Einführung in die Mediation 19. - 21. Oktober 2012
Modul 2: Perspektivenwechsel 30. November - 02. Dezember 2012
Modul 3: Rund ums Phasenmodell: Kommunikation in der Mediation 11. - 13. Januar 2013
Modul 4: Rolle und Selbstverständnis, Allparteilichkeit – von Positionen zu Interessen 15. - 17. Februar 2013
Modul 5: Vertiefung des Phasenmodells 26. - 28. April 2013
Modul 6: Recht in der Mediation 08. Juni 2013
Modul 7: Spezifika der Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt 12. - 14. Juli 2013
Modul 8: Mediation in Gruppen und Teams 11. - 13. Oktober 2013
Modul 9: Mediation zwischen Unternehmen 13. - 15. Dezember 2013
Modul 10: Mediation im interkulturellen Kontext 07. - 09. Februar 2014
Modul 11: Querdenken und Humor in der Mediation 30. - 31. Mai 2014
  Abschlusstag 01. Juni 2014
     
  Supervision 1. Termin 14. September 2013
  Supervision 2. Termin 09. November 2013
  Supervision 3. Termin 11. Januar 2014
  Supervision 4. Termin 15. März 2014
  Supervision 5. Termin 03. Mai 2014
     
   
Kurszeiten der Module
Freitag 18.00 - 21.30
Samstag 09.30 - 18.30
Sonntag 09.30 - 13.30
     
Kurszeiten der Supervision    
  Samstag 09.30 - 17.30


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Kosten

Die Kosten für den gesamten Lehrgang inklusive 5 Tage Supervision, Intervision und Lehrgangsmaterialien belaufen sich auf 4.200.- Euro bei Einmalzahlung vor Lehrgangsbeginn oder auf 4.550.- Euro verteilt auf drei Raten über die gesamte Ausbildungszeit (genaue Details dazu können Sie dem Anmeldeformular entnehmen).

Der Lehrgang erfüllt die Bedingungen der Regierung von Oberbayern als Schul- und Bildungsmaßnahme.

Wir möchten Sie auf die Möglichkeit der Förderung durch verschiedene Programme des Bundes (Bildungsprämie) oder Bundesländer (Bildungs- / Qualifizierungsscheck) aufmerksam machen. Sie können abhängig vom Bundesland (entscheidend ist hierbei der Wohnort) Bildungsurlaub wahrnehmen (leider nicht in Bayern und Baden-Württemberg).

 

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ReferentInnen

 

Lisa Waas M.A. - Mediatorin für Konflikte in Arbeitswelt und Familie, auch im interkulturellen Kontext. Studium der Ethnologie, Psychologie und Politologie. Coaching mit den Schwerpunkten Personalentwicklung, Berufsweg und Karriereplanung. Humortrainerin (u.a. BVS). Mitbegründerin des Münchner Instituts für Mediation und Konfliktbewältigung. Seit 1997 Ausbilderin für Mediation in Deutschland und im europäischen Ausland. Anerkannte Mediatorin BM / SDM-FSM, Ausbilderin für Mediation BM, eingetragene Mediatorin (in der Liste der MediatorInnen für Zivilrechtssachen des Bundesministerium für Justiz der Republik Österreich), Supervisorin (SVM). Gründerin und Geschäftsführerin der Perspektivenklärung GmbH | Akademie Perspektivenwechsel. Leiterin europäischer Master-Studiengang ´Mediation´. Lisa Waas ist verantwortlich für das Konzept des Lehrganges, leitet den Lehrgang und die Supervision. Sie übernimmt in den Grundlagen die Einführung in die Mediation im Rahmen des ersten Grundlagenmoduls. Lisa Waas leitet das vierte und fünfte Ausbildungsmodul, sowie das elften Modul "Querdenken und Humor in der Mediation" und den Abschluss des Lehrganges.

E-Mail: lisa.waas@akademie-perspektivenwechsel.de

 

Solveig Hornung - DDiplom-Pädagogin, Mediatorin BM /BAFM, Ausbilderin für Mediation BM. Trainerin Kommunikation und Verständigung. Selbstständige Mediatorin in den Bereichen: Familie, Erbe, Non-Profit-Organisationen, Kirchengemeinden und Nachbarschaft. Schwerpunkte: Konfliktprävention, Verhandlungs-Moderation, Mediation zwischen Generationen, Mediation am Arbeitsplatz. Solveig Hornung übernimmt den "Perspektivenwechsel" im zweiten Grundlagenmodul und das dritte Grundlagenmodul "Rund ums Phasenmodell".

E-Mail: solveig.hornung@akademie-perspektivenwechsel.de

 

Barbara Lenze - Rechtsanwältin, anerkannte Mediatorin (EBEM). Master of Arts in Mediation, Konfliktforschung und Implementierung konstruktiver Konfliktlösungssysteme. Verhaltenstrainerin für Stressprävention und Stressbewältigung. Arbeitsschwerpunkte: Entwicklung und Einführung von Konfliktklärungssystemen, Kommunikation und Konfliktverhalten, Mediationen und Dialogverfahren (nach Hartkemeyer). Barbara Lenze leitet das sechste Modul "Rechtliche Grundlagen für MediatorInnen".

E-Mail: barbara.lenze@akademie-perspektivenwechsel.de

 

Robert Seufert - Rechtsanwalt, Mediator, Master of Mediation (MM). Geschäftsführer des Europäischen Instituts für Conflict Management e.V. (EUCON). Ausgebildeter Coach (Breidenbach Akademie), Schlichter beim Ausgleich e.V. in München. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DSWK (Gesellschaft für deutsch-schwedische Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement), Mitglied des Arbeitskreises außergerichtliche Konfliktlösungen der Rechtsanwaltskammer München - anerkannte Gütestelle für Schlichtungen nach dem Bayerischen Schlichtungsgesetz. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Kooperative Konfliktlösung, Konfliktmanagement, Schlichtungen (v.a. im Täter-Opfer- Ausgleich), Mediationen (v.a. zwischen Unternehmen) sowie klassische und mediative Rechtsberatung. Robert Seufert leitet das Modul 7 "Spezifika der Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt".

E-Mail: robert.seufert@akademie-perspektivenwechsel.de

 

Anja Köstler - Diplom-Sozialpädagogin (FH) - Mediatorin BM, Ausbilderin für Mediation BM. Führungskraft in sozialen und kirchlichen Organisationen, Beraterin im Frauennotruf, Jugendhauspädagogin, Lehrbeauftragte an der Fachakademie für Sozialpädagogik. Arbeitsfelder: Mediation und Konfliktbearbeitung in den Bereichen Non-Profit-Organisationen, Handwerk, Wirtschaft, Unternehmensnachfolge, öffentlicher Dienst, Kirche, Vereine, Schule, Jugend, Nachbarschaft. Organisations- und Teamentwicklung, Kommunikation, Cooperative Praxis. Anja Köstler übernimmt das achte Modul "Mediation in Gruppen und Teams".

E-Mail: anja.koestler@akademie-perspektivenwechsel.de

 

Dr. Reiner Ponschab - Rechtsanwalt, Wirtschaftsmediator, Vorsitzender von EUCON (Europäische Akademie für Conflict Management e.V.) und Vorsitzender des Ausschusses für außergerichtliche Konfliktbeilegung im Deutschen AnwaltVerein (DAV). Engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich der Alternative Dispute Resolution und gilt als einer der Wegbereiter der Wirtschaftsmediation in Deutschland. Übernimmt das neunte Modul "Mediation zwischen Unternehmen".

E-Mail: reiner.ponschab@akademie-perspektivenwechsel.de

 

Peter Knapp M.A. - Mediator und Ausbilder für Mediation BM. Verhandlungstrainer und Organisationsentwickler. Coach für (schwierige) Verhandlungen. Spezialgebiete: Verhandlungsführung, Verhandlungsmoderation, Interkulturelle Kommunikation, Changemanagement. Geschäftsführer von KOM und CEN, Berlin. Peter Knapp übernimmt das Modul 10 "Mediation im interkulturellen Kontext".

E-Mail: peter.knapp@akademie-perspektivenwechsel.de

 

Christian Ertl - Gründer und Geschäftsführer der Akademie Perspektivenwechsel. Hochschulstudium der Psychologie mit Schwerpunkten Arbeits- und Organisationspsychologie, Markt- und Werbepsychologie sowie Klinische Psychologie, Master of Arts in Mediation, Mediator in Wirtschaft und Arbeitswelt. Coaching mit den Schwerpunkten Prüfungscoaching, Berufsweg und Karriereplanung. Lehrbeauftragter der Ludwig-Maximilians-Universität München und University of Applied Sciences Kehl, Hochschule für Öffentliche Verwaltung. Er übernimmt zusammen mit Lisa Waas und einem weiteren Referenten den Übungstag des fünften Moduls. Christian Ertl und Lisa Waas übernehmen am letzten Ausbildungstag die Gestaltung des Abschlusses des Lehrganges.

E-Mail: christian.ertl@akademie-perspektivenwechsel.de

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Curriculum
Ablauf der Lehrinhalte

Ab dem dritten Modul nehmen an ausgewählten Kursmodulen Co-Trainer teil, die zusammen mit den jeweiligen HauptdozentInnen Unterstützung bei den Rollenspielen bieten - dem zentralsten und wichtigsten Trainingselement einer effektiven und erfolgreichen Mediationsausbildung.

Im Rahmen des fünften Moduls erhält jede TeilnehmerIn individuelles Feedback zu den bereits erlangten mediativen Fertigkeiten - dazu arbeiten mehrere TrainerInnen in intensiver Kleingruppenarbeit mit den TeilnehmerInnen an einem Mediationsfall, der durch alle Phasen einer Mediation führt.

 

Grundausbildung: Module 1 - 5

1 Einführung in die Mediation (Lisa Waas)
(19. - 21. Oktober 2012)

Mediation ist eine außergerichtliche, lösungsorientierte Konfliktregelung, bei der die Parteien im fairen Umgang miteinander ihre unterschiedlichen Positionen in Zusammenarbeit mit dem (unabhängigen) Mediator vorbringen, ihre Interessen klären und in Einklang bringen und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Lösung erarbeiten. Neben einem zukünftig befriedigenderen Umgang miteinander liegt der Gewinn in einem solchen Vorgehen i.d.R. in erheblich geringeren zeitlichen und finanziellen Kosten für beide Seiten. Das Einführungsmodul stellt Ziele, Methoden, Struktur (Phasenmodell) und Rahmenbedingungen der Mediation vor und vermittelt grundlegende Techniken. Erste Rollenspiele ermöglichen eine realistische Einschätzung der Anforderungen an MediatorInnen. Anhand von praktischen Übungen werden die unterschiedlichen Anwendungsgebiete der Mediation vorgestellt.

 

2 Perspektivenwechsel (Solveig Hornung)
(30. November - 02. Dezember 2012)

Um als MediatorIn wirklich offen und nicht wertend den Klienten begegnen zu können, ist die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konfliktverhalten von großer Bedeutung. In diesem Modul werden sich die TeilnehmerInnen mit ihren eigenen Konflikterfahrungen auseinandersetzen. Beim Üben von Zuhören und Verstehen bietet sich die Gelegenheit zum Reflektieren über eigene und fremde Konfliktmuster und -rollen. Dabei wird der Perspektivenwechsel als wichtiges Prinzip an eigenen Konfliktkonstellationen spielerisch geübt. Ein weiteres zentrales Element stellen Ausdruck und Wahrnehmung von nonverbalen Signalen dar, da die Körpersprache auch in der Mediation eine ganz entscheidende Rolle spielt.

 

3 Rund ums Phasenmodell: Kommunikation in der Mediation (Solveig Hornung)
(11. - 13. Januar 2013)

Anhand des Phasenmodells der Mediation werden die unterschiedlichen Methoden, Techniken und Verfahrensschritte, die im Verlauf einer Mediation von Bedeutung sind, ausführlich vorgestellt. Fragetechniken und ihre Wirkung nehmen dabei einen zentralen Platz ein. Die verschiedenen Phasen werden in Rollenspielen intensiv eingeübt. Dabei werden Techniken, die in bestimmten Phasen eine besondere Bedeutung haben, gesondert auf möglichst lebendige Weise trainiert. Dies bezieht sich vor allem auf die besonderen Merkmale der Kommunikation und ihre geeignete Anwendung. In diesem Modul soll als weiteres Ziel ein Gespür durch eigenes Erfahren dafür entwickelt werden, wie sich Mediation von anderen Konfliktlösungsverfahren unterscheidet.

 

4 Rolle und Selbstverständnis, Allparteilichkeit - von Positionen zu Interessen (Lisa Waas)
(15. - 17. Februar 2013)

Der Schwerpunkt dieses Moduls liegt auf Neutralität und Allparteilichkeit der MediatorIn und wie diese Haltung immer wieder aufs Neue erlangt werden kann. Die Mediation stellt auch an die Klienten große Anforderungen. Sie sollen im Laufe des Mediationsprozesses bestimmte Vorurteile und Ängste überwinden und "unumstößliche" Positionen aufgeben. Das eigene Verhalten der MediatorInnen kann viel dazu beitragen, dass diese Schritte leichter fallen. Dazu untersuchen wir die Fragetechniken auf ihre Wirkung bezüglich Allparteilichkeit und Neutralität. Der bewusste Umgang mit Raum, Zeit und Atmosphäre wird eingeübt.

 

5 Vertiefung des Phasenmodells (Lisa Waas)
(26. - 28. April 2013)

Innerhalb dieses Moduls wird ein vollständiger Mediationsablauf in seinen verschiedenen Phasen durchgespielt. Alle TeilnehmerInnen erhalten die Gelegenheit die Mediation durch alle Phasen zu erleben und zu begleiten, sowie eine Mediationsphase eigenverantwortlich durchzuführen und dazu ausführliches Feedback zu erhalten. Themen, bei denen die TeilnehmerInnen noch mehr Sicherheit brauchen, werden behandelt. Zudem können Erfahrungen in der Co-Mediation gesammelt werden. Auch sollen hier Möglichkeiten, wie Klienten erreicht werden, besprochen werden. Dieser Übungstag stellt den Abschluss der Grundausbildung dar und leitet in die Vertiefungsmodule.



Mediation in Wirtschaft und Arbeistwelt / Vertiefung: Module 6 - 11


Sie haben die Möglichkeit während der Vertiefungsphase der Ausbildung ein individuelles Coachinggespräch mit der Akademie- und Ausbildungsleitung zu vereinbaren. Zum Beispiel, wenn Sie Orientierungshilfe bei der Frage benötigen, wie Sie Mediation in Ihr berufliches Leben integrieren können.

 

6 Recht in der Mediation (Barbara Lenze)
(08. Juni 2013)

In diesem eintägigen Modul werden die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt, in denen MediatorInnen sich bewegen. Neben der Rolle des Rechts in der Mediation werden wichtige Bereiche wie Fragen der Verschwiegenheit, Haftungs- und Vergütungsfragen, die Auswirkung der Mediation auf Fristen und die Durchsetzbarkeit der Mediationsvereinbarung betrachtet. Die Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten und die Definition der Grenze zwischen zulässiger rechtlicher Information innerhalb der Mediation und unzulässiger Rechtsberatung sind Themen des Moduls, wie auch von den Grundzügen des Rechtsdienstleistungsgesetzes bis hin zu den rechtlichen Besonderheiten der Mitwirkung von MediatorInnen bei der Abschlussvereinbarung.

 

7 Spezifika der Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt (Robert Seufert)
(12. - 14. Juli 2013)

Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt ist in den USA mittlerweile ein etabliertes außergerichtliches Verfahren zur Konfliktbewältigung. Es ist anerkannt, dass von den Konfliktparteien selbst erarbeitete Lösungen effektiver und nachhaltiger wirken als von "oben" bestimmte. Durch die Mediation ergeben sich auch gelegentlich organisatorische Verbesserungsvorschläge, die über die Problemlösung hinausgehen. In diesem Modul werden Besonderheiten der Mediation in den verschiedenen Einsatzgebieten der Mediation in Wirtschaft, Organisationen und Arbeitswelt erörtert und praktisch geübt. Außerdem werden Hilfestellungen für die Akquisition von Mediationen in Wirtschaft und Arbeitswelt gegeben.

 

8 Mediation in Gruppen und Teams (Anja Köstler)
(11. - 13. Oktober 2013)

In diesem Modul reichern wir das Phasenmodell mit einem systemischen Verständnis von Gruppenprozessen an. Mediation in Teams und in Gruppen erfordert Kenntnisse vom Zusammenspiel von Einzelinteressen in Gruppenprozessen sowie der systemischen Bedeutung von Konflikten in Gruppen. Spezifische Vorgehensweisen und Methoden ermöglichen Mediation in den komplexen Strukturen von Gruppenkonflikten einzusetzen und so die Arbeit innerhalb der Gruppe wieder effektiv und produktiv zu gestalten und zu neuen Formen der Kooperation zu finden.

 

9 Mediation zwischen Unternehmen (Dr. Reiner Ponschab)
(13. - 15. Dezember 2013)

Im Gegensatz zu innerbetrieblicher Mediation geht es hier häufig auf den ersten Blick um sehr formale Verfahren im Kontext von Verträgen, deren Gestaltung und Einhaltung und den Konflikten, die dabei entstehen. Inhaltlich werden neben Fallbeispielen, die sich mit den typischen Konfliktkonstellationen, wie sie bei Kunden-/ Lieferanten-Verhältnissen, Projekten und sonstigen Kooperationsformen vorkommen, auch der präventive Charakter von Mediation bei der Übung von Beispielen interessensorientierter Vertragsverhandlung und -gestaltung deutlich. Zwischenbetriebliche Mediation vollzieht sich "im Schatten des Rechts", denn das Recht hat hier zwar nicht als Basis für die Lösung, wohl aber als BATNA (Beste Alternative zu der gefundenen Lösung) eine besondere Bedeutung. Hinzu kommt eine starke Lösungsorientierung der Beteiligten, die eine MediatorIn stärker als bei anderen Mediationsarten in die Lösungsfindung einbezieht. Verdeutlicht wird diese Art der Mediation mit Hilfe von zahlreichen Rollenspielen und in Gruppenarbeiten.

 

10 Mediation im interkulturellen Kontext (Peter Knapp)
(07. - 09. Februar 2014)

Mediation ist ein idealer Weg um Lösungen zu erarbeiten, die auf gegenseitigem Verständnis beruhen - was gerade häufig bei den Konflikten schwierig ist, die aus kulturellen Unterschieden resultieren. In diesem Modul soll die Frage behandelt werden: Was kann die Mediation zur interkulturellen Verständigung beitragen? Dabei ist nicht nur an die Situation gedacht, in der ein(e) neutrale(r) Dritte(r) die Beteiligten an einem Konflikt bei der Erarbeitung einer Lösung unterstützt. Es soll auch um die Frage gehen: Wie können Elemente der Mediation dazu beitragen, Konflikte auch ohne die Einschaltung unparteiischer Dritter leichter und mit weniger Verletzungen zu lösen? In diesem Modul werden die TeilnehmerInnen durch die Auseinandersetzung mit ihren Wurzeln für eigene kulturelle Einstellungen und Prägungen sensibilisiert. Der Umgang mit unterschiedlichen kulturellen Werten und Kommunikationsmustern wird erprobt.

 

11 Querdenken und Humor in der Mediation (Lisa Waas)
(30. - 31. Mai 2014)

Querdenken kann das gewohnte rationale Denken um Dimensionen erweitern und es ermöglichen, die Optionen einer neuen Situation zu erfassen. Humor stärkt die Fähigkeit, sich mit diesen neuen Optionen gelassen auseinander zu setzen. Humor enthält viele Komponenten, die auch für das Gelingen einer Mediation entscheidend sind: eine gute Atmosphäre und weniger Ängste und Aggressionen. Zudem hilft Humor den Klienten, ohne Gesichtsverlust eine gewisse Distanz zu ihren starren Positionen zu gewinnen - das gelingt eher, wenn der/die MediatorIn als Modell mit der augenzwinkernden Akzeptanz von (eigenen) Fehlern zur Verfügung steht. Dieses Modul konzentriert sich auf die gemeinsame Schnittstelle zwischen Querdenken, Humor und Mediation, nämlich den Perspektivenwechsel als Rück- und/ oder Wechselschritt und den Ausbau der Fähigkeit "Allparteilichkeit". Dieses Modul dient auch als "Methoden-Werkstatt".

 

Abschlusstag (Lisa Waas / Christian Ertl)
(01. Juni 2014)

Lisa Waas und Christian Ertl übernehmen am letzten Ausbildungstag die Gestaltung des Abschlusses. Themen sind Reflektion, Evaluation und Ausblick, sowie die Verleihung der Ausbildungszertifikate.

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Abschluss

Am Ende des Lehrgangs erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat über ihre Teilnahme mit Angabe der Lehrgangsinhalte und Dokumentation der Ausbildungszeitstunden und Intervisionsstunden. Auch der Titel der Abschlussarbeit wird im Zertifikat aufgeführt. Dabei sollte es sich, soweit möglich, um die Dokumentation einer selbst durchgeführten Mediation mit theoretischen Reflexionen handeln.

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Anerkennung

Die Ausbildung entspricht den in Europa üblichen Richtlinien, in Deutschland z.B. vertreten durch den Bundesverband Mediation e.V. (BM) und die Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation (BAFM) für die berufsbegleitende Mediationsausbildung hinsichtlich Lehrinhalten und Aufbau des Lehrgangs. Die Anerkennung als Mediatorin BM / Mediator BM beim Bundesverband Mediation kann nach erfolgreichen Abschluss der Ausbildung und der Dokumentation der geforderten Fallpraxis beantragt werden.

Seit 2009 haben die drei großen Mediationsverbände BM, BAFM und BMWA (Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt) beschlossen wechselseitig die Ausbildungen und Richtlinien anzuerkennen. Somit ist es möglich auf vereinfachtem Wege anerkanntes Mitglied aller drei Verbände zu werden [Mediator/in (BM), (BAFM), (BMWA)].

Selbiges gilt für eine Anerkennung bei dem Schweizerischen Dachverband für Mediation (SDM-FSM) und dem Österreichischen Bundesverband für Mediaton (ÖBM).

MediatorInen haben somit die Möglichkeit sich bei allen bedeutenden deutschsprachigen Mediationsverbänden anerkennen und listen zu lassen. AbsolventInnen einer Mediationsausbildung und bereits anerkannte MediatorInnen haben dadurch zusätzliche Sicherheit bezüglich aktueller und zukünftig zu erwartender Anerkennungsrichtlinien - sowohl auf deutscher als auch auf europäischer Ebene. In Hinblick auf das, dieses Jahr in Deutschland in Kraft tretende, Mediationsgesetz ein wichtiger Aspekt für alle AusbildungsinteressentInnen und MediatorInnen.

Die Ausbildung entspricht den Vorgaben des vom Bundestag am 15.12.2011 verabschiedeten Gesetzesentwurf zur Förderung der Mediation und anderer Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung.
Nach dem Inkaftreten der noch zu erlassenden Rechtsverordnung (1 Jahr nach Erlass der Rechtsverordnung - erfolgt vorraussichtlich Mitte 2013) darf nach Abschluss der Ausbildung, unabhängig von der Anerkennung bei dem Bundesverband Mediation, die Bezeichnung "Zertifizierter Mediator" geführt werden.

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Voraussetzungen

Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Studium oder adäquate Berufserfahrung.

 

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Anmeldung

Hier können Sie die Anmeldeunterlagen für den Lehrgang ´Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt´ anfordern.

Oder Sie können sich das Anmeldeformular PDF-Dokument herunterladen und/ oder ausdrucken.

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Informationsabend

für den Lehrgang "Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt"

Wann: 27. September 2012  
Zeit: 19.00 bis 21.00

 

 

Ort:

ASZ Neuhausen

Nymphenburger Straße 171 |80634 München

(Nähe U-Bahn-Haltestelle Rotkreuzplatz)

 


Die Teilnahme ist unverbindlich und kostenfrei.

Wir bitten um Anmeldung.

 

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